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So funktioniert HBCI mit Chipkarte HBCI steht für Homebanking Computer Interface und ist ein nationaler Standard, der von verschiedenen Bankengruppen in Deutschland entwickelt und vom Zentralen Kreditausschuss (ZKA)
beschlossen wurde. Die in HBCI eingebauten Verschlüsselungsverfahren bieten einen hohen Schutz gegen kriminelle Übergriffe. Seit Einführung dieses Standards gab es keine kriminellen Übergriffe. Die Verschlüsselung erfolgt dabei
mittels einer HBCI-Chipkarte, die man bei seiner Bank oder Sparkasse erhält und auf der sich gleich zwei digitale Schlüssel befinden.
Schritt für Schritt Sie
möchten einen Auftrag - beispielsweise eine Überweisung - durchführen. Hierfür starten Sie auf Ihrem PC die Homebanking-Software und loggen sich mit Ihren Zugangsdaten im Programm ein. Anschließend bereiten Sie die Überweisung
vor und klicken auf senden (1). Sie stecken Ihre persönliche Chipkarte in das Lesegerät und identifizieren sich durch die Eingabe Ihres persönlichen PIN-Codes (2). Bevor die Überweisung an Ihre Bank oder Sparkasse verschickt
wird, ”unterschreibt” der Signier-Schlüssel auf Ihrer Chipkarte diese (digitale Unterschrift). Zusätzlich wird die Überweisung mit einem Chiffrier-Schlüssel codiert. Die beiden Schlüssel sind für Dritte unsichtbar, da sie sich
ausschließlich auf Ihrer Chipkarte und im gesicherten Bankrechner befinden. (3). Der Auftrag wird über mehrfach gesicherte Leitungen an den Bank-Server versandt (4). Sobald Ihre Bank oder Sparkasse die Überweisung erhält,
decodiert sie diese und vergleicht danach Ihre ”€žUnterschrift” mit der auf dem Signier-Schlüssel der Bank (5). Erst wenn diese Informationen übereinstimmen, wird Ihr Auftrag ausgeführt (6). Diese Schritte erfolgen
vollelektronisch im sicheren Rechenzentrum der Bank. Umgekehrt funktioniert dies genauso: Wenn die Bank oder Sparkasse Ihnen Daten zusendet, werden die Daten mit dem Signier-Schlüssel des Instituts unterschrieben und mit dem
Chiffrier-Schlüssel codiert. Ihre HBCI-Karte decodiert die Daten mit dem Chiffrier-Schlüssel und identifiziert die Unterschrift dann mit dem Signier-Schlüssel.
So nutzen Sie HBCI mit Chipkarte Wer das derzeit sicherste Verfahren für sein Online-Banking einsetzen möchte, muss seine Konten bei seiner Bank oder Sparkasse hierfür freischalten lassen. Anschließend erhält man eine
HBCI-Chipkarte. Jetzt muss nur noch das Chipkartenlesegerät am PC angeschlossen und die Software installiert werden. Praktisch: Auch eine Kombination von Verfahren ist möglich. So können das Webbanking mit PIN/TAN auch
parallel mit dem HBCI-Verfahren mit Chipkarte genutzt werden. So bleibt von unterwegs der schnelle Zugriff auf das Konto erhalten, aber Transaktionen und Auswertungen können in Ruhe und unter höchsten Sicherheitsbedingungen von
zu Hause per Chipkarte durchgeführt werden.
Zusätzliche Vorteile Neben
einem Plus an Sicherheit bietet das Homebanking über HBCI mit Chipkarte zusätzliche Vorteile: Dank der Software können mehrere Bankverbindungen bei unterschiedlichen Instituten verwaltet werden. Umständliches Einloggen auf den
jeweiligen Internetseiten des Instituts mit den entsprechenden Zugangsdaten entfallen dadurch. Zudem bietet die Software zahlreiche Komfort- und Auswertungsfunktionen. Auch die Chipkarte beinhaltet weitere Vorteile. Chipkarte
und Kartenleser werden online zum Beispiel bereits für das sichere Bezahlen im Internet von Beträgen bis 200 Euro, zur digitalen Signatur, Altersverifikation oder E-Ticketing eingesetzt.
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